Merkwürdiges Politikverständnis bei Bundespräsidentenwahl

UPDATE. Schaue mir gerade die Wahl zum Bundespräsidenten bei PHOENIX an und vor allem Oppositionsvertreter fallen durch ein merkwürdiges Politikverständnis auf.

Sigmar Gabriel (SPD) und Walter Sittler (SPD-Wahlmann) freuen sich, dass es Wahlleute gibt, die nicht nach den Wunsch ihrer Parteiführung abstimmen. Klar, ist das schön, wenn man nach seinem Gewissen entscheidet. Aber was gibt das für ein Bild auf die eigenen Wahlleute. Die haben wohl – rechnerisch gesehen – den Kandidaten ihrer Parteiführung gewählt. Manche sollten man vorher nachdenken, bevor sie was sagen.

Besonders toll natürlich die stellv. Vorsitzende der SPD, Manuela Schwesig. Wulff würde ja völlig ohne Rückhalt Präsident und nunja, dass sie nicht gerade noch den Untergang der Welt prophezeite war alles. Waren Gustav Heinemann (SPD) oder Roman Herzog (CDU) schlechte Präsidenten und völlig ohne Rückhalt in der Bevölkerung, nur weil sie im dritten Wahlgang gewählt wurde? Wie gesagt, nachdenken. Ist zwar anstrengend, tut aber gar nicht so weh, wie manche denken.

Wenn man denkt es geht nicht schlimmer, kommt von irgendwo ein Beck her. Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen. Er bezeichnete doch gerade ernsthaft Christian Wulff als rechtskonservativen Ministerpräsidenten. Zur Erklärung: Als rechtskonservativ (und dabei gibts gar kein linkskonservativ) bezeichnet man konservative Personen, die der Neuen Rechten nahe steht, also nicht ganz so weit weg vom Rechtsextremismus.  Vielleicht liegt es auch an der Hitze, das heute noch mehr heiße Luft aus dem hohen Haus kommt, als sonst.

Christian Wulff wird (sehr wahrscheinlich) Bundespräsident und wohl sicherlich ein Guter – auch wenn ich bei einer Direktwahl Gauck gewählt hätte. Aber nicht weil ich Wulff nicht mag (ganz im Gegenteil), aber Gauck steht deutlich stärker für Freiheit und Verantwortung.

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Ein Kommentar zu “Merkwürdiges Politikverständnis bei Bundespräsidentenwahl

  1. Ich denke auch, dass Wulff einen guten Bundespräsidenten abgeben wird. Ob er nun nach dem 1., 2. oder 3. Wahlgang gewählt wurde, ist doch in zwei Wochen eh wieder vergessen. Er ist gewählt worden und jetzt sollten ALLE Deutschen ihrem neuen Bundespräsidenten Unterstützung zu sagen. Diese Unterstützung enhält freilich auch konstruktive Kritik!

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