Studierendenparlament der RWTH Aachen lehnt Angebot zum Semesterticket ab

Nachdem in den letzten Monaten Gespräche mit Vertretern und Vertreterinnen der AVV, ASEAG und Bahn zur Erneuerung des Semesterticketvertrages geführt wurden legten diese am vergangenen Montag ihr letztes Angebot vor, das eine Preissteigerung von bis zu 16,5 % vorsieht.

Die Steigerung setzt sich aus einer Basispreiserhöhung von 4,7 % für den AVV-Bereich und einer gemittelten Steigerung von 3,58 % über drei Jahre zusammen.

Dem 60. Studierendenparlament der RWTH Aachen wurde das Angebot in seiner 4. Sitzung vorgelegt. Nach intensiver Diskussion sprach sich das SP einstimmig gegen die Fortführung des Tickets unter diesen Bedingungen aus.

„Die Forderung der Verkehrsunternehmen, neben einer Preiserhöhung für die kommenden Jahre eine nachträgliche Preiserhöhung zu veranschlagen ist einfach dreist.

Mit dieser starren Grundhaltung war in den Verhandlungen einfach keine Einigung möglich.

Auch wenn wir die soziale Verantwortung sehen, die Mobilität der Studierenden sicherzustellen, müssen wir diese auch davor schützen, dass diese Abhängigkeit ausgenutzt wird“, so der AStA-Vorsitzende Bela Brenger.

„Die gestiegenen Studierendenzahlen haben in den letzten Jahren zu deutlichen Mehreinnahmen der Verkehrsunternehmen geführt, die bei den vergangenen Verhandlungen nicht einkalkuliert wurden“, erklärt der Finanzreferent Manuel Vargas.

Der zähe Verhandlungsverlauf endete in dem vorgelegten Angebot, das sich kaum vom ersten Angebot unterschied. Im Aachener Mobilitätsausschuss sprach die AVV von einer deutlich niedrigeren Preisschwelle.

„Dieses Angebot ist eine Unverschämtheit, hier sollen die Studierenden über den Tisch gezogen werden“, warnt Ingo Bresgen, Publikationsreferent des AStA der RWTH.

„Die Vertragspartner sind völlig unzureichend auf unsere Argumente eingegangen und haben ihre Monopolstellung missbraucht“, ergänzt Michael Winkemann, Projektleiter des AStA.

„Hier wird versucht die Verkehrsverbünde auf dem Rücken der Studierenden zu sanieren“, erklärt das Mitglied des Studierendenparlaments Patrick Schunn, der die letzten Vertragsverhandlungen geführt hat.

Das Serviceangebot von AVV/ASEAG und DB Regio lässt auch weiterhin zu wünschen übrig. Überfüllte Busse, erhebliche Verspätungen und Zugausfälle lassen eine Preissteigerung mehr als kritisch erscheinen.

„Als Parlamentarierin habe ich die Interessen der Studierenden zu vertreten und muss Entscheidungen mit meinem Gewissen vereinbaren können. Ein Ja zu diesem Angebot nach dem Bericht über den Verhandlungsverlauf würde dem widersprechen“, erklärte Simone Polis, Mitglied des Studierendenparlaments.

Das regionale Semesterticket ermöglicht es den Studierenden im Verbundraum des AVV den ÖPNV zu nutzen. Es handelt sich um ein solidarfinanziertes Ticket, das heißt alle Studierenden müssen das Ticket abnehmen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Bela Brenger
Vorsitzender
(0241) 80-93792 (Sekretariat)
(0176) 62912988 (Mobil)

Pressemitteilung des AStA der RWTH zum Beschluss des Studierendenparlaments

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