Irland: Eine Ära geht zu Ende

UPDATE. Die Iren haben mit der Wahl am 25. Februar die „ewige“ Regierungspartei Fianna Fáil (FF) abgestraft. Nur noch 17,4% der Iren gaben der Partei des Staatsgründers Eamon de Valera ihre Stimme. Die Fraktion im Dáil (dem irischen Unterhaus) schrumpfte auf gerade einmal 20 Mandate zusammen. Bei der letzten Wahl erzielten die Partei noch 41,6% und 78 Sitze. Selbst langjährige Minister, darunter die stellvertretende Parteiführerin Mary Hanafin, schafften nicht mehr den Einzug ins Parlament. An prominenten Vertretern schafften lediglich Spitzenkandidat und Ex-Außenminister Micheál Martin, Ex-Verteidigungsminister Willie O’Dea und der noch amtierende Verteidigungs-, Sozial- und Umweltminister Éamon Ó Cuív den Sprung ins Parlament. Ihre bisherigen/ehemaligen Koalitionspartner der ablaufenden Legislaturperiode sind (fast) gänzlich verschwunden. Die Progressiv Democrats haben sich längst aufgelöst, ihr letzter Vorsitzender schaffte es jedoch als Unabhängiger erneut ins Parlament. Die Grünen, die die Neuwahl durch ihren Regierungsaustritt erzwungen haben, traten zwar noch an, konnten jedoch kein einziges Mandat erringen.

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