Merkwürdiges Politikverständnis bei Bundespräsidentenwahl

UPDATE. Schaue mir gerade die Wahl zum Bundespräsidenten bei PHOENIX an und vor allem Oppositionsvertreter fallen durch ein merkwürdiges Politikverständnis auf.

Sigmar Gabriel (SPD) und Walter Sittler (SPD-Wahlmann) freuen sich, dass es Wahlleute gibt, die nicht nach den Wunsch ihrer Parteiführung abstimmen. Klar, ist das schön, wenn man nach seinem Gewissen entscheidet. Aber was gibt das für ein Bild auf die eigenen Wahlleute. Die haben wohl – rechnerisch gesehen – den Kandidaten ihrer Parteiführung gewählt. Manche sollten man vorher nachdenken, bevor sie was sagen.

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Was ist bloß in Deutschland los?

Im Herbst vergangenen Jahres hat die Mehrheit der deutschen Wähler sich für eine schwarz-gelbe Koalition entschieden. Und nun? Die Mehrheit ist mit der Regierung unzufrieden. Die SPD hat wie üblich vergessen, was sie vor der Wahl gesagt hat, die Grünen sind selbstherrlich wie eh und je und die in Linke umbenannte SED ist führungslos und beklagt sich über ein „Klima der Denunziation“ in der eigenen Partei.

Der Start der neuen Regierung war holprig – das hat mehrere Gründe. Die CDU unter Merkel wollte weiter wursteln, wie schon mit den Sozialdemokraten. Kein klarer Kurs, kein Profil, einfach nur machen was ansteht, mit einer Kanzlerin, die auch nach vier Jahren Amtszeit noch nicht gelernt hat zu regieren. Die CSU leckt ihre Wunden, indem ihr Chef-Zampano besonders laut brüllt und am Ende doch als Bettvorleger endet. Dazu kommt noch die Ansicht, die FDP von heute sei die FDP von 1998.

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